Neue Firmennamen mit IMIs aufgetaucht

Weitere Unterlagen über den Einsatz italienischer Militärinternierte in Hamburger Unternehmen sind aufgetaucht, die die bisherige Liste der über 476 Unternehmen ergänzen. Jetzt sind Schreiben von 35 weitere Unternehmen gefunden wurden . Dazu kommen noch weitere Namen vom IMIs aus bereits vorhandene Listen, die jetzt komplettiert werden konnten. Der bekannteste Name auf dieser neuen Liste ist…

Eine erste Bewertung des ANEI-Besuchs

Eine Besuchswoche mit vollem Programm in Hamburg liegen hinter Orlando Materassi und Silvia Pascale von der Nationalen Vereinigung der italienischen Militärinternierten (ANEI). Das Thema der italienischen Militärinternierten sollte gezielt in Hamburg platziert und in die politische Öffentlichkeit transportiert  werden.  Es sollte aber auch ein Angebot zur Vernetzung der ANEI mit Gesprächspartner hier in Hamburg sein,…

Eindrücke vom fünften Besuchstag der ANEI in Hamburg

Der letzte Tag des ANEI-Besuchs in Hamburg führte Orlando Materassi und Silvia Pascale bei strömenden Regen nach Neugraben, ins damalige Außenlager des KZ Neuengamme am Falkenbergsweg. An den Stolpersteinen für die jüdischen legten sie Blumen nieder. Sie stellten sich den Fragen einer große Anzahl von Schüler*innen zu den italienischen Militärinternierten, die auch im Lager am…

Eindrücke vom vierten Besuchstag der ANEI in Hamburg

Von 8 bis 20 Uhr waren Orlando Materassi und Silvia Pascale von der ANEI am vierten Tag am Donnerstag in Hamburg auf den Beinen. Dem Gespräch in der Gedenkstätte Neuengamme mit Dr. Detlef Garbe folgte ein Rundgang durch die Gedenkstätte. In der Schule Schanzenstraße erfuhren sie etwas über das damalige Zwangsarbeitslager für italienische Militärinternierte ab…

Eindrücke vom dritten Besuchstag des ANEI-Besuch

Der dritte Tag des ANEI-Besuchs in Hamburg war ein hochemotionaler Tag. Orlando Materassi und Silvia Pascale waren morgens beim Mahnmal von Hamburg Wasser auf der Elbinsel Kaltehofe. Silvia Pascale entdeckte drei Namen von ihr bekannten Personen. Minutenlang hatten wir aus, dennoch war es ein schwerer Moment für uns. Silvia erzählte später mit angeschlagener Stimme von…

Über den zweiten Besuchstag von ANEI in Hamburg

Auch der zweite Tag des Besuch von ANEI in Hamburg war wieder mit verschiedenen Gesprächen und Besuchen verbunden. Morgens waren sie im Hamburger Gewerkschaftshaus und hatten ein Gespräch mit Berthold Bose, dem ver.di Landesbezirksleiter Hamburg. Danach ging es ins Rathaus, wo es ein Gespräch mit der Vorsitzenden des Kulturausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft, Gabi Dobusch (SPD)…

Eindrücke vom ersten Besuchstag der ANEI in Hamburg

Der erste Besuchstag von ANEI am 6. September2021 in Hamburg war durch ein enges Programm bestimmt. Zu erst war es in der Sternwoll-Spinnerei in Altona. Danach ein Besuch der italienischen Ehrenanlage auf dem Öjendorfer Friedhof in Billstedt. Hier gab es bewegte Worte von Orlando Materassi und Silvia Pascale. Am Nachmittag fand ein Gespräch mit Güven…

Über das Besuchsprogramm von ANEI in Hamburg

Vom 6. bis 10. September 2021 ist die Nationale Vereinigung der italienischen Militärinternierte (ANEI) in Hamburg zu Besuch. Es gibt Gespräche mit der Stadt und Politik. Es kommt zum Besuch von Orten, an denen ehemals italienische Militärinternierte (IMI) als Zwangsarbeiter leben mussten (Zwangsarbeitslager). So u.a. die Sternwoll-Spinnerei, dem IMI-Lager in der Schule Schanzenstraße oder dem…

Visita di ANEI ad Amburgo dal 6 al 10 settembre 202

L’Associazione Nazionale Internati Militari Italiani (ANEI) è in visita ad Amburgo dal 6 al 10 settembre 2021. Ci sono colloqui con la città ei politici. Ci sono visite a luoghi dove gli ex internati militari italiani (IMI) hanno dovuto vivere come lavori forzati (campi di lavoro forzato). Ad esempio lo „Sternwoll-Spinnerei“, il magazzino IMI nella…

Podcast zu den IMIs in Hamburg

Die erste Folge eines Podcast zu den italienischen Militärierten in Hamburg ist heute publiziert wurden. Er ist unter der Adresse: https://nein-gesagt-podcast.de/episoden/ zu findet. „Wir inzwischen über 90-Jährigen hoffen, dass die Nachgeborenen sich erinnern werden, nicht, weil wir gelitten haben, sondern weil wir Nein gesagt haben“ (Michele Montagano, *1921).

Montag, den 6. September 2021

Vormittags kommt es zu einem Besuch des Lagers in der Sternwoll-Spinnerei. Hier lebten 400 sowjetische Zwangsarbeiter und 30 italienische Militärinternierte. Am Nachmittag sind die Gäste auf der Ehrenanlage für die ialienischen Opfer auf dem Öjendorfer Friedhof. Dabei sein wird auch der italienische Generalkonsul, Dr. Taborri. Es kommt auch zu ersten politischen Gesprächen im Hamburg.

Lunedì 6 settembre 2021

In mattinata è prevista la visita al campo presso la „Sternwoll-Spinnerei“. Qui vivevano 400 lavoratori forzati sovietici e 30 internati militari italiani. Nel pomeriggio visita la struttura d’onore per le vittime italiane nel cimitero di Öjendorfer. Il Console Generale d’Italia, Dott. Taborri. Ci sono anche i primi colloqui ad Amburgo.

Rede Orlando Materassi, Präsident ANEI, am 6. September 2021

Sehr geehrter Generalkonsul von Italien in Hannover, sehr geehrte zivile, militärische und kirchliche Vertreter, meine Damen und Herren. Ich fühle eine große Ergriffenheit, an diesem grandiosen und feierlichen Ort zu sein, an dem mehr als 5.800 Italiener begraben sind, die als Sklaven unter dem Nazi-Regime starben. Junge Menschen, die in den Gebieten von Schleswig-Holstein, Niedersachsen,…

Rede Silvia Pascale, ANEI, am 6. September 2021

Guten Morgen an alle, und vielen Dank für die Einladung zu diesem wichtigen Moment des Gedenkens. Ich bin besonders gerührt, hier auf diesem Friedhof zu sein, auf dem so viele italienische Militärinternierte ruhen, denn mein Großonkel, ANADAGE ZERBINI, starb als Militärinternierter in Happenheim. In diesem Moment habe ich mich entschieden, zwei Menschen zu gedenken, die…

Erinnerung an Opfer unter den italienische Militärinternierten in Hamburg

Am ersten Tag ihres Besuchs in Hamburg haben Orlando Materassi und Silvia Pascale von der ANEI auf der italienischen Ehrenanlage im Öjendorfer Friedhof zusammen mit dem italienischen Generalkonsul, Dr. Taborri, der Opfer ihres Landes in der NS-Zeit gedacht. Im Anschluss gingen zu einzelnen Grabsteinen. An verschiedenen wurden Blumen niedergelegt. „Wir können heute nicht 5.839 Blumen…

Dienstag, den 7. September 2021

Vormittags werden die Gespräche in Hamburg fortgeführt. Nachmittags gibt es einen Rundgang durch das „Kontorhausviertel“ und die „Speicherstadt“, wo italienische Miltitärinternierte bis 1945 leben mussten. Abends gibt es eine Veranstaltung zum Massenmord in Sant’Anna di Stazzema.

Das Massaker von Sant’Anna di Stazzema – Ein deutsches Kriegsverbrechen

Veranstaltung des AK-Distomo am 7. September 2021, 19:00 Uhr 560 Tote, Säuglinge, Kinder, Frauen und Alte. Die angebliche „Partisanenbekämpfungsaktion“ in den Morgen stunden des 12. August 1944 in dem toskanischen Dorf Sant’Anna di Stazzema war in Wirklichkeit ein mörderi scher Akt gegen unbeteiligte Zivilbevölkerung. Ahnungs- und wehrlos waren sie, als die Einheiten der 16. SS…

ANEI sind auch Gäste bei ver.di Hamburg

Erinnerung an italienische Militärinternierte – Besuch der Nationalen Vereinigung der italienischen Militärinternierten (ANEI) in Hamburg Vom 6. – 10. September 2021 werden Orlando Materassi (Präsident der ANEI) und Silvia Pascale (Historikerin) von der ANEI in Hamburg einige der Orte besuchen, wo italienische Militärinternierte (IMI) als Zwangsarbeiter leben mussten. Die beiden Delegationsmitglieder sind auch Gäste von…

Presse-Info Ak Distomo zur Veranstaltung zu Sant’Anna di Stazzema am 7. September 2021

Vom 6. bis 10. September 2021 ist die Nationale Vereinigung der italienischen Militärinternierte (ANEI) in Hamburg zu Besuch. Es gibt Gespräche mit der Stadt und Politik. Es kommt zum Besuch von Orten, an denen ehemals italienische Militärinternierte (IMI) als Zwangsarbeiter leben mussten. So u.a. die Sternwoll-Spinnerei, dem IMI-Lager in der Schule Schanzenstrasse oder dem Montblanc-Haus…

Manifestazione dell’ AK-Distomo del 7/9/2021 presso il Centro Sociale

L’eccidio di Sant’Anna di Stazzema – Un crimine di guerra commesso da tedeschi 560 morti: neonati, bambini, donne e anziani. La cosiddetta “azione di lotta contro i partigiani” compiuta nelle prime ore del 12 agosto 1944 nel paese toscano di Sant’Anna di Stazzema, fu in realtà una strage della popolazione civile pacifica ed inerme. Gli…

Martedì 7 settembre 2021

I colloqui proseguiranno in mattinata ad Amburgo. Nel pomeriggio visita al „Kontorhausviertel“ e allo „Speicherstadt“, dove gli internati militari italiani hanno dovuto vivere fino al 1945. In serata manifestazione sugli omicidi di massa a Sant’Anna di Stazzema.

Mittwoch, den 8. September 2021

Vormittag kommt es zum Besuch der „Elbinsel Kaltehofe“, wo ein Mahnmal auch an die italienischen Militärinternierte erinnert. Nachmittags geht es in der das „Lagerhaus F am Dessauer Ufer“, in dem 1.800 italienische Militärinternierte leben mussten. Es werden Blumen an dem Stolperstein für Marketa Muellerova abgelegt, die im „Lagerhaus G am Dessauer Ufer“ im Juli 1944…

Mercoledì 8 settembre 2021

In mattinata visita all’“Elbinsel Kaltehofe“, dove un memoriale ricorda anche gli internati militari italiani. Nel pomeriggio andiamo al “Lagerhaus F am Dessauer Ufer”, in cui dovevano vivere 1.800 militari italiani internati. I fiori sono posti sull’ostacolo per Marketa Muellerova, morta nel „Lagerhaus G am Dessauer Ufer“ nel luglio 1944. Alle 17.30 ci sarà un raduno…

Eröffnung der Kundgebung am 8. September 2021 durch Markus Fiedler, IDU

Herzlich Willkommen auch von unserer Seite, besonders an die Angehörigen von ehemaligen italienischen Militärinternierten und KZ-Häftlingen, die heute hier sind. Wir freuen uns sehr, dass sich Angehörige bereit erklärt haben zu sprechen, und wir freuen uns außerdem über den Besuch der ANEI in diesemJahr. Am 8. September 1943 verkündete Italien den Waffenstillstand mit den Alliierten. Das hatte zur Folge, dass die Deutschen…

Rede Orlando Materassi, Präsident ANEI, am 8. Septmber 2021

Guten Tag, ich überbringe Ihnen allen die Grüße der ANEI. Ich möchte den Organisatoren dieses Treffens danken, das es uns ermöglicht, einen der Orte zu besuchen, an denen italienische Soldaten , die nach dem Waffenstillstand vom 8. September 1943 von der Wehrmacht gefangen genommen wurden, Zwangsarbeit leisten mussten. Es ist sehr wichtig, heute hier zu…

Rede Silvia Pascale, ANEI, am 8. September 2021

Guten Tag zusammen. Es ist wichtig, an diesem Ort in Hamburg einen Moment der Besinnung und des Austausches einzulegen, um der Tausenden von italienischen Militärinternierten zu gedenken, die vom Herbst 1943 bis zum Ende des Krieges zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Das Thema Zwangs- und Sklavenarbeit im nationalsozialistischen Deutschland ist seit mehr als vierzig Jahren Gegenstand…

Rede Floris Hommes, Stiftung LAGERHAUS G am 8. September 2021

Willkommen an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen, vor allem begrüße ich die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Süderelbe und ihre Lehrerin und Lehrer. Wir sind heute hier, um bei dieser Kundgebung im Rahmen der ANEI-Besucherwoche, den Italienischen Militärinternierten zu gedenken. Als Vorstand der StiftungLAGERHAUS G Heritage FOUNDATION bin ich stolz und dankbar, dass Mario Mazzacani, seine…

Rede Maria und Mario Mazzacani am 8. September 2021

Im Namen meines Mannes Mario möchte ich erklären, was der Krieg für seinen Vater und sein Umfeld bedeutete. Als junger gesunder Mann wurde sein Vater zum Militärdienst verpflichtet. Zuerst musste er mit den Deutschen gegen die Franzosen kämpfen, was ihm nicht gefiel, da die Franzosen seiner Meinung nach kein Feind waren. Als sich Italien dann…

Rede Lisa Hellriegel, Jonas Jakubowski, Initiave Dessauer Ufer, am 8. September 2021

Wir, die Initiative Dessauer Ufer, freuen uns, dass Sie alle hier sind. Besonders herzlich möchten wir die Angehörigen der ehemaligen italienischen Militärinternierten  und KZ-Gefangenen begrüßen, die heute, am 78. Jahrestag der Verkündung des italienischen Waffenstillstands mit den Alliierten, mit uns hier sind, um ihrer Familienangehörigen zu gedenken. Hier im Lagerhaus G befand sich ein Außenlager…

Rede Sandra Goldschmidt, ver.di Hamburg, am 8. September 2021

Im Hamburger Hafen organisieren wir als Gewerkschaft ver.di heute tausende Beschäftigte. Wir engagieren uns für bessere Arbeitsbedingungen und Lohnerhöhungen und verteidigen Beschäftigung hier im Hafen. Für uns geht es nicht in erste Linie um die Hafenwirtschaft, sondern die Beschäftigten in den Hafenunternehmen. Von der Stadt und ihren Beteiligungen, von den Unternehmen, erwarten wir eine Hafenentwicklung,…

Grußwort des Centro Schiavi di Hitler und der ANPI Dongo

Grußwort des Centro Schiavi di Hitler und der ANPI Dongo, die heute zeitgleich mit uns eine Gedenkveranstaltung zum 8. September abhalten: „ 8. September 1943 – 8. September 2021 Am 8. September um 17.30 Uhr veranstalten das Studienzentrum „Hitlers Sklaven“ und die nationale Organisation der italienischen Partisanen ANPI der Sektion Dongo in Como eine Gedenkfeier…

Unsere Redner*innen auf der Kundgebung am 8. September 2021

Orlando Materassi, Präsident der ANEI Silvia Pascales, ANEI, Forscherin und Historikerin Floris Hommes, Vorsitzender der Stiftung LAGERHAUS G Heritage FOUNDATION Mario Mazzacani, Angehöriger eines italienischen Militärinternierten aus dem Lagerhaus G Lisa Hellriegel/Jonas Jakubowski, Initiative Dessauer Ufer Torben Seebold, GHB/HHLA Sandra Goldschmidt, stellvertretende Landesbezirksleiterin ver.di Hamburg Jan Krüger AK Distomo

Über unseren Redner Floris Hommes

Floris Hommes ist Vorsitzender der internationalen Stiftung LAGERHAUS G Heritage FOUNDATION. Zusammen mit Ivar Frischer, Karin Brygger und Floris Hommes bilden sie den Stiftungsvorstand. Das Ziel der Stiftung die Errichtung eines Denkmals im Lagerhaus G am Dessauer Ufer. Sie setzen sich dafür ein, dass über die Geschichte des Lagerhaus Öffentlichkeit hergestellt wird. Sie wollen sich…

Presse-Info zum Besuch von ANEI in Hamburg vom 6. bis 10. September 2021

Presse-Info  Vom 6. bis 10. September 2021 ist die ASSOCIAZIONE NAZIONALE EX INTERNATI NEI LAGER NAZISTI VOLONTARI DELLA LIBERTA (ANEI) auf Einladung in Hamburg. Orlando Materassi, Präsident der ANEI, wird dabei von der Historikerin Silvia Pascale begleitet. Die ANEI wurde als Organisation nach 1945 in Italien von überlebenden italienischen Militärinternierten gegründet. Als solche bezeichneten die Nationalsozialisten italienische Soldaten,…

Comunicato stampa Visita all’ANEI dal 6 al 10 settembre 2021 ad Amburgo

Dal 6 al 10 settembre 2021 l’Associazione Nazionale Internati Militari Italiani (ANEI) è ad Amburgo su invito insieme alla storica italiana Silvia Pascale. Questa organizzazione è stata fondata in Italia dopo il 1945 dagli Internati Militari Italiani che hanno dovuto lavorare come schiavi in Germania dopo l’8 settembre 1943 quando vennero deportati nei Lager nazisti…

Warum eine Kundgebung am 8. September 2021 am Dessauer Ufer?

In Hamburg wurden zwischen September 1943 und Mai 1945 tausende italienische Militärinternierte zur Arbeit gezwungen. Als Soldaten waren sie von der deutschen Wehrmacht im Herbst 1943 nach Deutschland verschleppt. Warum soll gerade am 8. September 2021 an sie erinnert werden und warum vor den Lagerhäusern am Dessauer Ufer? Warum am 8. September? Im Juli 1943…

Wie komme ich zur Kundgebung vor dem Lagerhaus F/G?

Die Kundgebung am 8. September 2021 um 17.30 Uhr findet vor den Lagerhäuser F/G am Dessauer Ufer, in der Dessauer Straße 5, statt. Am Besten erreicht man den Kundgebungsort über die S-Bahnstation „Veddel“. Über den Veddeler Damm und die Dessauer Straße ist man in fünf Minuten da.

Dessauer Ufer, Lagerhaus G

In der Hafencity, nahe dem S-Bahnhof Veddel, befinden sich die drei Lagerhäuser G, H und F am Dessauer Ufer. Erhalten von dem ab 1903 erbautes Speicherkomplex in seinen alten Zustand ist lediglich das Lagerhaus G. Die anderen beiden Lagerhäuser wurden neu gebaut. Von 1938 bis 1942 war in den drei Lagerhäuser das Tabaklager von Reemtsma….

Dessauer Ufer, Lagerhaus F

In der Hafencity, nahe dem S-Bahnhof Veddel, befinden sich die drei Lagerhäuser G, H und F am Dessauer Ufer. Erhalten von dem ab 1903 erbautes Speicherkomplex in seinen alten Zustand ist lediglich das Lagerhaus G. Die anderen beiden Lagerhäuser wurden neu gebaut. Das Lagerhaus F am Dessauer Ufer wurde 1944 für italienischen Militärinternierten verwendet. Sie…

Dessauer Ufer, Lagerhaus H

In der Hafencity, nahe dem S-Bahnhof Veddel, befinden sich die drei Lagerhäuser G, H und F am Dessauer Ufer. Erhalten von dem ab 1903 erbautes Speicherkomplex in seinen alten Zustand ist lediglich das Lagerhaus G. Die anderen beiden Lagerhäuser wurden neu gebaut. Im Lagerhaus waren vom 7. August 1944 insgesamt 753 sowjetische Kriegsgefangene, die im…

Opfer unter den italienischen Militärinternierten im Lagerhaus F und G am Dessauer Ufer

Von den über 15.000 italienischen Militärinternierten sind rund 1.400 in Hamburg verstorben, orientiert man sich an den italienischen Gräbern, die in der NS-Zeit seit 1943 auf verschiedenen Friedhöfen beerdigt wurden. Insgesamt sind es 1.700, aber 300 betreffen davon Oper aus dem Kriegsgefangenen Stammlager Sandbostel, die auf Hamburger Friedhöfen erfasst wurden. Die italienischen Militärinternierten wurden von…

Ein Stolperstein am Dessauer Ufer einnert an Marketa Muellerova

Marketa Meissl war am 3. September 1899 geboren und heiratete nach dem 1. Weltkrieg Karl Mueller. Sie lebten in Prag und hatten zwei Kinder, Nina (geboren 23. August 1921) und Melitta (geboren 27. April 1927). Die beiden Kinder gingen in Prag in ein deutsches Gymnasium. Nach der Besetzung der Tscheslowakei durch die Nazis wurde Karl…

Worum geht es bei der Entschädigung der italienischen Militärinternierten?

Im Zweiten Weltkrieg waren NS-Deutschland und das faschistische Italien zunächst Bündnispartner. Am 8. September 1943 trat Italien aus dem Bündnis aus. Die deutsche Wehrmacht nahm daraufhin die italienischen Soldaten und Offiziere gefangen. Etwa 650.000 Italiener wurden in das Deutsche Reich und in die besetzten Gebiete transportiert. Mit der Gründung der Repubblica Sociale Italiana (RSI) 1944…

Die Gründung des „Gesamthafenbetrieb“ 1935

Das Reichsarbeitsministerium hatte 1935 ein Verordnung über die Bildung von Gesamthafenbetrieben erlassen. Der Begriff „Gesamthafen(Betrieb)“ entsprach der Auffassung der Nazis von der Unterordnung der Arbeiterinteressen unter die der Eigentümer (hier Hafenunternehmen). Die Bildung des Begriffs des „Gesamthafenbetrieb“‘bzw. des Unternehmen in Hamburg, der Gesamthafenbetriebsgesellschaft (GHBG), war einer zentraler Punkt in der Gestaltung der Arbeitsbeziehungen durch die…

Zwangsarbeiter im GHB

Der GHB beantragte im Juni 1940 bei Reichsarbeitsminsterium den Einsatz von 1.000 niederländische Hafenarbeiter. Im Juli 1940 bittet die Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft beim der Paßstelle des Polizeipräsidenten, ihrem Geschäftsführer, Wihelm Volkertsen, eine „Einreiserlaubnis ohne Schwierigkeiten“ zu geben. Er wolle Hafenarbeiter „anwerben“. Die deutsche Wehrmacht hatte am 10. Mai 1944 die Niederlande überfallen. Mitte Mail kapitulierte die niederländische…

Giuseppe Accordini aus San Pietro, IMI beim GHB

In den verschiedenen italienischen Facebook-Gruppen von Angehörigen italienischer Militärinternierten werden immer wieder Informationen über Recherche-Möglichkeiten ausgetauscht. So wird z.B gefragt, ob jemand etwas über seinen Großvater, Großonkel gehört hätte  oder wüsste, wo man noch weiter recherchieren könnte. Meistens sind die üblichen Quellen wir Arolsen, das Bundesarchiv oder italienische Quellen abgefragt. Es werden Meinungen ausgetauscht zur…

Das Gerede von der Gefolgschaft im Hafen

Für die Nazis spielte der Hamburger Hafen und die Schifffahrt vor allem ideologisch eine zentrale Rolle nach ihrer Machtübernahme. So entwirft z.B. der der Hamburger Architekt Konstanty Gutschow im Rahmen eines ausgerichteten Wettbewerbs ein Projekt zur Neugliederung des Hafen, in der es aber um die Rolle Hamburg in der neuen Welt der Nazis nach dem…

Nazis trauen den Hafenarbeitern nicht

Immer wieder findet man Dokumente, die belegen, dass die Nazis unter den Hafenarbeitern erhebliche Akzeptanzprobleme hatten. 1936 sollten Nazi-Treue „Gefolgschaften“ gefördert werden. Das führte zu Konkurrenz, wie immer, wenn es ums Geld und Stellung geht. In einem vertraulichen Schreiben für eine Besprechung am 19. Februar 1936 beim Senator Ahrens kann man lesen: „Es gibt bisher…

Donnerstag, den 9. September 2021

Es kommt zum Besuch einer Schule, in der 400 italienische Militärinternierte leben mussten sowie von „Montblanc“ im Hamburger „Schanzenviertel“. Ein Rundgang durchs Hamburger „Karolinenviertel“ führt an verschiedenen Lagern und Arbeitsorten italienischer Militärinternierte vorbei. Es kommt zu weiteren Gesprächen.

Giovedì 9 settembre 2021

Visitano una scuola in cui hanno dovuto vivere 400 internati militari italiani, così come „Montblanc“ nello „Schanzenviertel“ di Amburgo. Un tour attraverso il „Karolinenviertel“ di Amburgo conduce attraverso vari campi e luoghi di lavoro degli internati militari italiani. Ci sono ulteriori discussioni.

Stationen des Rundgangs durchs Karolinenviertel am 9. September 2021

Im Karolinenviertel waren Zwangsarbeitslager für die italienische Miltitärinternierten: In der ehemaligen Schule Laeiszstraße 18 war im Oktober 1943 Platz für 200 IMIs geschaffen worden. Ein weiteres Lager war in der Schule Kampstraße 60. Das „Sozialwerk des Handwerks“ in der Kampstraße 55, heute Flora Neumann Straße 10, betrieb eine Großkantine und setzt dafür IMIs ein. Im…

Über Flora Neumann aus dem Karolinenviertel

Am 9. September 2021 gibt es einen kleinen Rundgang mit ANEI durchs Karolinenviertel. Einige Stationen werden auch in der Flora Neumann Straße sein. Wer war Flora Neumann? Flora Andrade war 1911 geboren und war mit Rudi Neumann seit 1931 verheiratet. Nach dem Besuch der Israelitischen Töchterschule in der Karolinenstraße 35 arbeitete sie später in der…

Über die sowjetischen Zwangsarbeiterinnen in der Glashüttenstraße 78/79

Am 9. September 2021 wird ANEI verschiedene Orte in Karolinenviertel besuchen, in denen italienische Militärinternierte leben oder arbeiten mussten. So die Schule Laeiszstraße 18, Kampstraße 60, Kampstraße 55 und die Karolinenstraße 29. Einige Zeit wird ANEI auf dem Hinterhof der damaligen Volksschule Kampstraße verweilen. Dabei wird es um die tragische Geschichte der Regenmäntelfabrik Harefa Atlantic…

Freitag, den 10. September 2021

Es kommt zu einem Rundgang durch das Außenlager des KZ Neuengamme in Hamburg-Neugraben, am Falkenbergsweg. Hier war auch ein Lager für 500 italienische Militärinternierte.

Venerdì 10 settembre 2021

C’è un tour del sottocampo del campo di concentramento di Neuengamme ad Amburgo-Neugraben, su Falkenbergsweg. C’era anche un campo per 500 internati militari italiani.

Rede Orlando Materassi, Präsident ANEI, am 10. September 2021

Guten Tag an alle Vielen Dank für diese Einladung. Neben meiner Anwesenheit als Vertreter einer Vereinigung, die sich täglich für das Gedenken einsetzt, werde ich durch die historischen, wissenschaftlichen und pädagogischen Fähigkeiten von Silvia Pascale unterstützt. Mein aufrichtiger Dank gilt Ihnen und den Organisatoren der vielen Veranstaltungen dieser Woche und des heutigen Treffens. Es ist…

Rede Silvia Pascale, ANEI, am 10. September 2021

Guten Tag an alle und vielen Dank Ich bin Lehrerin und schätze dieses Treffen daher sehr. Seit Jahren arbeite ich mit Orlando Materassi in Schulen aller Art, um über die italienischen Militärinternierten zu sprechen. Es handelt sich um ein Thema, das selbst in Italien nicht in Lehrbüchern steht und nur oberflächlich und schnell behandelt wird….

Falkenbergsweg, Außenlager des KZ Neuengamme in Neugraben

Wo einst das Außenlager des KZ-Neuengamme am Falkenbergsweg war, ist heute wieder die Fischbeker Heide. Ein Stein auf dem Gelände und eine Erinnerungstafel am Falkenbergsweg 71 verweisen auf das furchtbare an diesem Ort. Heute erinnert ein Gedenkstein und ein Gedenktafel an die Existenz des Lagers. Auf die die jüdischen Opfer aus dem Lager weisen acht…

Über das Außenlager des KZ Neuengamme in Eidelstedt

Ein Gedenkstein und eine Erinnerungstafel verweisen heute auf die Existenz eines KZ-Frauenlager, in dem 468 Tschechische und ungarische Jüdinnen vom 27. September 1944 bis Anfang April 1945 inhaftiert waren. Nach Angaben von Hans Ellger kamen die meisten der jüdischen Frauen ursprünglich aus Ungarn. Die meisten Frauen waren Mitte Juli 1944 aus dem Vernichtungslager Auschwitz nach…

Über das Außenlager des KZ Neuengamme in Sasel

1944/1945 wurden in der unmittelbaren Nähe der S-Bahnstation Poppenbüttel eine Siedlung von Behelfsheimen gebaut. Es wurden Unterkünfte für die deutschen Familie gebaut, die in Folge des Krieges durch die alliierten Bombenangriffe keine Wohnung mehr hatten. Die Fertigteile kamen aus dem Klinkerwert des KZ Neuengamme. Am Kritenbarg befindet sich heute eine Gedenkstätte. Sie ist das einzige…

Über das Außenlager des KZ Neuengamme in Wedel

Nach der Beendigung der Arbeitskommandos der jüdischen Frauen aus dem KZ Außenlager im Lagerhaus G am Dessauer Ufer wurden sie auf drei Außenlager verteilt, auf die Lager in Fischbek, Sasel und Wedel. Letzteres entstand aus einem Zwangsarbeitslager an der Rissener Straße in Wedel. Ab dem 13. September 1944 waren hier rund 500 tscheslowakische und ungarische…

Über das Außenlager des KZ Neuengamme in Tiefstack

Die Gedenktafel an das Frauenlager des KZ Außenlager Tiefstack an der Andreas-Meyer-Straße 11 liegt an einer vielbefahrenen Straße, mitten im Speditions- und Industriegebiet von Billbrook. Da die Andreas-Meyer-Straße zum Ring 2 gehört, ist sie auch noch ein Autobahnzubringer. LKW brettern in der Woche daran vorbei. Eine Bushaltestelle befindet sich in seiner unmittelbaren Lage. Die Gedenktafel…

Stolpersteine erinnern an die Opfer unter den jüdischen Frauen im KZ-Außenlagers Falkenbergsweg

Vor dem Falkenbergsweg 62, in unmittelbarer Nähe zum Gedenkstein vor dem ehemaligen Gelände des Außenlagers des KZ Neuengamme auf Höhe des Falkenbergsweg 71, erinnern acht Stolpersteine an die jüdischen Opfer. Sie sind für Anna Dawidowicz, Erika Dawidowicz, Ruth Frischmannova, Zuzana Glaserová, Nina Müllerova, Elisabeth Polach, Alice Weilova und Lili Wertheimer. Anna Dawidowicz, geborene Satz, war…

Opfer unter den italienischen Militärinternierten am Falkenbergsweg

Von den über 15.000 italienischen Militärinternierten sind rund 1.400 in Hamburg verstorben, orientiert man sich an den italienischen Gräbern, die in der NS-Zeit seit 1943 auf verschiedenen Friedhöfen beerdigt wurden. Insgesamt sind es 1.700, aber 300 betreffen davon Oper aus dem Kriegsgefangenen Stammlager Sandbostel, die auf Hamburger Friedhöfen erfasst wurden. Die italienischen Militärinternierten wurden von…

Über den verstorbenen Sohn von Vesenka aus dem Lager am Falkenbergsweg

Die Kroatin, Vesenka Kovazewicz, war am 4. Dezember 1924 in Kroatien geboren, Von den Nazis nach Deutschland verschleppt, musste seit dem 24. Juli 1942 im Lager in der Seehafenstraße 16 leben. Es war ein Zwangsarbeitslager der Internationalen Galalith Gesellschaft, einer Beteiligung der Phönix AG und produzierte Munition. Vesenka kam von dort irgendwann im Frühjahr ins…

Harburger Unternehmen, die italienische Militärinternierte einsetzen

Ab 1939 wurden in Hamburg Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen eingesetzt, vor allem aus den besetzten Gebieten. Hier gab es auch immer wieder Versuche, Menschen aus anderen Ländern nach Deutschland über „Anwerbe-Aktionen“ zu holen. Aber dieses System bildete eine Ausnahmen. Über 95 Prozent von ihnen wurden verschleppt, ob als Kriegsgefangenen oder als direkt festgenommene Menschen aus den…

67.000 italienische Militärinternierte im Stammlager Sandbostel

Nach der Kapitulation des einstigen Verbündeten Italien im September 1943 wurden über 600.000 italienische Soldaten von der Deutschen Wehrmacht in Gefangenschaft genommen. Zur Unterstützung Mussolinis, der noch über einen unter deutscher Kontrolle stehenden Marionettenstaat in Norditalien herrschte, ordnete Hitler an, die italienischen Kriegsgefangene als „Militärinternierte“ zu deklarieren, einen Status, den das Kriegsvölkerrecht gar nicht vorsieht….

24.000 italienische Militärinternierte im Stammlager Schleswig

Im Stalag X A in Hesterberg/Schleswig waren bis zu 72.000 Kriegsgefangene eingesperrt. Davon waren ab Dezember 1943 21.485 italienische Militärinternierte. Ab September 1944 wurden sie massenhaft auf andere Lager verteilt. Am Januar 1945 waren noch 1.949 italienische Soldaten im Stalag X. Im März 1940 beschlagnahmte die Militärverwaltung die Häuser F (Heim für 100 Kinder), G…

Über das Kriegsgefangenen Stammlager Wietzendorf

Nach ihrer Gefangennahme wurden die italienischen Soldaten von den Sammelstellen zunächst in Durchgangslager („Dulags“) hinter der Front überführt. Anschließend wurden sie getrennt nach Dienstrang in Offizierslagern („Oflags“) oder Mannschafts-Stammlagern für Mannschaftsdienstgrade und Unteroffiziere („Stalags“) in Deutschland untergebracht. Zuständige Einrichtung für die Versorgung der Kriegsgefangenen in deutschem Gewahrsam und die Organisation des Lagersystems war die Abteilung…

Fast 500 Hamburger Unternehmen beteiligten sich an der Ausbeutung von 13.000 italienischer Militärinternierter

Nach fast 80 Jahren brachten rund 700 Seiten zu Tage, dass in der NS-Zeit rund 500 Hamburger Unternehmen über 13.000 kriegsgefangene italienische Soldaten „dienstverpflichtet“ in ihren Unternehmen einsetzen konnten und sich daran bereicherten. Sie mussten nur ihren „Bedarf“ beim Arbeitsamt anmelden. Bisher hatte man für Hamburg 12.000 bis 12.500 iMIs vermutet. Belegt waren 9.500 an…

2.000 IMIs in Hamburger Kriegsgefangenen Bau- und Arbeitsbataillionen

Zu den in den Hamburger Unternehmen per 1. September 1944 eingesetzten italienischen Militärinternierten kamen noch rund 2.000 IMIs in den Kriegsgefangenen-Bau- und Arbeits-Bataillon hinzu, so dass man von 15.000 italienischen Militärinternierten ausgehen muss. In Hamburg waren zwei dieser Wehrmacht-Einrichtungen im Einsatz. Zum einen das 196 mit 941, zum anderen das 201 mit 979. Zum einen…

Über die Einteilung in Arbeitskommandos

Die Stammlager (Stalag) für die Kriegsgefangenen waren für die Organisation und Verwaltung des Arbeitseinsatzes zuständig. Die Gefangenen wurden von hier aus auf Arbeitskommandos verteilt, die organisatorisch jeweils dem entsprechenden Stammlager zugeordnet waren. Die Vermittlung der Gefangenen an die Arbeitgeber erfolgte über die Arbeitsämter, die zu diesem Zweck Außenstellen in den Stalags einrichteten. Die Stalags richteten…

Über die Ankunft der ersten italienischen Militärinternierten in Hamburg

Am 14. September 1943 fand beim Hamburger NSDAP-Gauleiter, Karl Kaufmann, am Vormittag eine Besprechung statt, in der es um den Arbeitskräfteeinsatz (Zwangsarbeiter) für die Bauwirtschaft ging. Die Stadt war in ihren Zentren zu großen Teilen von den Alliierten Luftangriffen zerstört worden. An der Besprechung nahm auch der Leiter des Amtes für kriegwichtigen Einsatz (AkE), Konstantin…

Der Einsatz der italienischen Militärinternierten in der Hamburger Rüstungswirtschaft

Nach der Ankunft der italienischen Militärinternierten ab September 1943 über das Kriegsgefangenen Stammlager Sandbostel in Hamburg wurden sie vor allem in der Bauwirtschaft eingesetzt. Das sollte sich nach jetzigen Unterlagen im wesentlichen nicht verändert haben. Aber der Verlauf des Krieges seit Ende 1942/1943 und die Angriffe der Alliieerten führte nicht nur zum Abzug der Arbeitskräfte…

Schützenpforte 11

Im Hamburger Kontorhausviertel wurden seit September 1943 mehrere große Zwangsarbeitslager eingerichtet. Eines war in der Schützenpforte 11, heute Burchardstraße 11. Weitere für italienische Militärinternierte waren in der Burchardstraße 1 und der Marschländer Straße 11. In dem Gebäude der heutigen Bauer Media Group waren Plätze für 250 italienische Soldaten geschaffen worden. Das Lager wurde im oberen…

Seehafenstraße 16

In der NS-Zeit setzte die Internationale Galalithgesellschaft in der Harburger Seehafenstraße 16 nach neuesten Unterlagen über 300 Zwangsarbeiter in ihrer Munitionsproduktion ein. Zum 1. April 1945 waren in dem Harburger Unternehmen insgesamt 615 Arbeiter beschäftigt, die Hälfte von ihnen waren Zwangsarbeiter. 179 kamen aus Frankreich, 74 aus Kroatien, Russen und Holländer sowie 26 italienische Militärinternierte….

Seehafenstraße 1-6

Die Harburger Oelwerke Brinkmann & Mergell setzen 1944 rund 430 Arbeiter an ihrem Produktionsstandort in der Seehafenstraße 1-6 ein. Davon waren nach den Übersichten der damaligen regionalen Wirtschaft 189 Ausländer. Bisher namentlich nachzuweisen sind 123 Personen aus diesem Lager. 59 von ihnen waren italienische Militärinternierte, 59 sowjetische Bürger und 6 Personen, deren staatliche Herkunft zurzeit…

Griegstraße 75, Sternwoll-Spinnerei

In der Sternwoll-Spinnerei in Hamburg Othmarschen wurde im Oktober 1942 ein bewachtes Zwangsarbeitslager für 50 Personen eingerichtet. Sie sollten u.a. Granaten produzieren. Dafür wurden sowjetische Menschen verschleppt und sowjetische Kriegsgefangene eingesetzt. Seit 1944 waren auch 29 italienischen Militärinternierte in dem Lager untergebracht, aber auch polnische Bürger. Insgesamt waren über 320 Menschen während der gesamten Zeit…

Schule Sorbenstraße 13

Nachweislich mussten seit Oktober 1944 insgesamt über 500 italienische Militärinternierte in der Schule Sorbenstraße 13 leben. In der Zeit bis zur Befreiung im Mai 1945 wurden 1/3 von ihnen in andere Zwangsarbeitslager verlegt, vor allem in die Süderstraße, aber auch andere Barackenlager. Eine größere Gruppe kam im Februar/März 1945 aus der Bahrenfelder Straße 153 in…

Schule Schanzenstraße 105

In der ehemaligen Volksschule in der Schanzenstraße 105 war von 1943 bis 1945 ein Zwangsarbeitslager, in dem vor allem italienische Militärinternierte gezwungen waren, zu leben. Bis zu 400 von ihrem mussten Holzbetten wohnen. Das Zwangsarbeitslager erstreckte sich vom Erdgeschoss bis ins zweite Stock. In dem Lager mussten aber auch Kriegsgefangene als den Niederlanden und Belgien…

Schule Böhmkenstraße 5-6

Die Nazi nutzen ab Oktober 1943 vor allem Schulen, da sie öffentliches Eigentum waren, um hier die ersten italienischen Militärinternierten unterzubringen. Später wurden viele Unterkünfte wieder für andere Zwecke genützt und die IMI auf andere Zwangsarbeitslager verteilt, die auch näher zu den vermeintlichen Arbeitsorten lagen. Vor allem aber war ein Großteil der Organisation des Zwangsarbeitereinsatzes…

Schule Kampstraße 60

Nach Angaben von Friederike Littmann hatte sie Unterlagen gefunden, die belegen, dass in der damaligen Schule Kampstraße 58 und 60, heute Flora Neumann-Straße 3, seit Herbst 1944 hier 300-400 italienische Militärinternierte untergebracht. Sie sollen hier für Aufräumungsarbeiten eingesetzt worden sein. Die Schule in der Kampstraße 58/60 war 1889/1891 erbaut und zuerst eine Volksschule für Mädchen…

Schule Lerchenfeld 10

Für die tausenden nach Hamburg verschleppten italienischen Militärinternierten (IMI) ab Oktober 1943 mussten durch das Amt für kriegswichtigen Einsatz auf die schnelle Unterkünfte geschaffen werden. Hamburgs NSDAP Gauleiter hatte den Unternehmen 25.000 IMis Anfang September 1943 versprochen. Das Programm zur Freimachung von Schulen wurde dazu genutzt, um seit Oktober 1943 in der Schule Lerchenfeld 500…

Schule Laeiszstraße 18

Ab September 1943 sollten zuerst 25.000 italienische Militärinternierte nach Hamburg verschleppt werden. Ab Oktober 1943 wurde über das Amt für kriegswichtigen Einsatz (AkE) in der Baubehörde damit beauftragt, die entsprechenden Lagerkapazitäten zu schaffen. Die Nazi nutzen ab Oktober 1943 vor allem Schulen, da sie öffentliches Eigentum waren, um sie hier die unterzubringen. Später wurden viele…

Elbinsel Kaltehof, Hamburger Wasserwerke

Seit 2016 erinnert ein Mahnmal auf dem Industriedenkmal auf der Elbinsel Kaltehof an die rund 500 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die in der NS-Zeit für die Hamburger Wasserwerke (HWW) arbeiten mussten. Bis zu 200 von ihnen waren KZ-Insassen aus dem Außenlager des KZ Neuengamme am Dessauer Ufer und dem KZ Fuhlsbüttel. „Der Einsatz dänischer, französischer, italienischer,…

Schanzenstraße 75/77, Montblanc

Der Markenartikler Montblanc hatte in der NS-Zeit an seinem Produktionsstandort im Hamburg-Schanzenviertel, in der Schanzenstraße 75-77, Zwangsarbeiter eingesetzt. Aus den vorhandenen Unterlagen geht hervor, dass Montblanc als metallverarbeitendes Unternehmen zum 1. April 1945 324 „Arier“ und 22 „Fremdarbeiter“ beschäftigte. Bereits zum September 1944 hatte das Unternehmen 15 italienische Militärinternierte gegenüber dem Arbeitsamt bestätigt. „Sämtliche Italiener…

IMIs bei Strom – und Hafenbau/heute HPA

Im Hamburger Hafen, in der Werftindustrie und der Seeschifffahrt wurden zehntausende Zwangsarbeiter in der NS-Zeit nach 1939 eingesetzt. Die Map von der Web-Seite http://www.zwangsarbeit-in-hamburg.de vermitttelt ein Bild, dass der Hafen ein regionales Zentrum für den Einsatz von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern war. Zwangsarbeiter bei Strom- und Hafenbau Auch Strom- und Hafenbau als damals staatliche Behörde setzte…

Über Umberto Massetti, IMI bei Strom- und Hafenbau

Riccardo Masetti schreibt über seinen Vater, Umberto Masetti, der als Zwangsarbeiter bei der Hamburger Strom- und Hafenbau am Zimmerplatz am Lübecker Hafen arbeiten musste. Umbert Masetti war geboren am 3. Mai 1920 in Verona geboren. Seine Nummer in Kriegsgefangenen Stammlager  XB Sandbostel  war  200355 (auch nach so vielen Jahren konnte er die Nummer auswendig auf…

IMIs im Arbeitserziehungslager Langer Morgen, Wilhelmsburg

Italienische Militärinternierte wurden auch in Arbeitserziehungslager verlegt. Das Arbeitserziehungslager (AEL) Langer Morgen in Hamburg-Wilhelmsburg diente der Disziplinierung und der öffentlichen Abschreckung. Der Arbeitseinsatz war das zentrale Element der Arbeitserziehungslager, bei dem Repression und Ausbeutung zusammenkamen. Vom AEL Langer Morgen gingen die Gefangenen zu den Unternehmen, vor allem im Hafen, in denen sie arbeiten mussten. Eines…

IMIs im GHB

Zum Zeitpunkt der Verschleppung der italienische Militärinternierten nach Hamburg ab September 1943 waren in den ersten vier Wellen bis zum 30. November 1943 von den 9.500 italienischen Militärinternierten 5.100 IMIs in den Lagerhäusern am Dessauer Ufer untergebracht. Reemtsma war mit seinen Tabaklager in den drei Gebäuden ausgezogen oder noch in der Zeit der Unterbringung dabei,…

IMIs bei den Hamburger Elektrizitätswerke (HEW)

Die Hamburger Elektrizitätswerke (HEW) setzen in der NS-Zeit massenhafte Zwangsarbeiter ein. Zum 1. April 1945 waren 912 Zwangsarbeiter im Einsatz. Dazu gehörten ab September 1943 auch italienische Militärinternierten. Sie wurden vor allem in Alt-Garge, 60 km von Hamburg entfernt, eingesetzt. Weiter wurden sie auch in einem Fernheizwerk beschäftigt. Hierbei dürfte es sich vermutlich um das…

IMis im Hamburger Gesundswesen

In der Hamburger Gesundheitsverwaltung waren seit September 1944 auch italienische Militärinternierte eingesetzt worden. Es wurden sowohl Ärzte wie auch Krankenpfleger eingesetzt. Nach aktuellen Recherchen waren 18 italienische Ärzte in den Hamburger Krankenhäusern. Frederike Littmann beschreibt in Buch „Ausländische Zwangsarbeiter in der Hamburger Kriegswirtschaft“, dass im August 1944 das OKW angewiesen hatte, dass nicht in den…

IMIs bei August F.M. Bohnhoff, Weidenallee 10 bc

Im Gewerbehaus in der Weidenallee 10 bc waren zwei Unternehmen, die Zwangsarbeiter*innen für ihre Kriegsproduktion einsetzen. August F.M. Bohnhoff hatte das Gewerbehaus 1910 gebaut und lieferte bereits im 1. Weltkrieg Kantinen für die Kriegsmarine. Das Unternehmen setzte 18 italienische Militärinternierte als Zwangsarbeiter in der NS-Zeit ein. Nach Recherchen hat die Bohnhoff GmbH sich nicht am…

IMIs bei Wilhelms Schriever, Weidenallee 10 bc

Im Gewerbehaus in der Weidenallee 10 bc waren auch zwei Unternehmen, die Zwangsarbeiter*innen für ihre Kriegsproduktion einsetzen. Eines von ihnen war das Rüstungsunternehmen von Wilhelm Schriever. Einst nur mit kleiner Produktion im 2. Stock der Weidenallee 10 bc, musste 1940/1941 die jüdische Werkschule im 3. und 4. Stock 1940/1941 für die Fertigung von Munitionskisten Platz…