Moorweidenstraße 36

Die Moorweidenstraße 36 war ab September 1942 ein Zwangsarbeitslager. Hier waren auch dienstverpflichtete französische Zivilarbeiter einquartiert. Ab 1944 war hier italienische Militärinternierte, u.a. aus den verschiedenen Lager wie dem der Schützenpforte 11, dem Dessauer Ufer, Lagerhaus F oder der Schilleroper. Aus der Schützenpforte kamen 33 italienische Soldaten, aus dem Lagerhaus F am Dessauer Ufer waren es 44. Ihre Einsatzplanung stand unter dem Befehl des Kriegsgefangenen-Dachdecker-Bataillon IX /1. Das einsetzende Unternehmen war Graticola (Gebr.), Hoch- und Tiefbau, Straßen- und Hafenbauten, Eisenbetonbau.

Die Moorweidenstraße 36 wurde 1908 erbaut und war ein Loogenhaus, dass 1935, unmittelbar nach der Auflösung des Freimaurerbundes, von den Nazi-Behörden beschlagnahmt wurde. 1937 wurde es für den Spotpreis von 150000 M von der Staat Hamburg erworben. Nach der Beschlagnahme wurde das Logenhaus zunächst von der Gestapo, dann von der SS genutzt.

Die Gestapo nutzte das Haus auch als Sammelpunkt für Transporte jüdischer Menschen in das Vernichtungslager Auschwitz.

Bei den Luftangriffen auf Hamburg wurde das Stammhaus der Provinzialloge zwar nicht unmittelbar getroffen, doch hatte der starke Luftdruck der in der nächsten Umgebung niedergegangenen Bomben im Logengebäude alle Fenster zerstört, das Dach abgedeckt und den in das Dachgeschoß eingebauten Arbeitssaal VIII vernichtet. 1943 verbrantte bei einem Bombenangriff die Bibliothek.

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