Schule Schanzenstraße 105

In der ehemaligen Volksschule in der Schanzenstraße 105 war von 1943 bis 1945 ein Zwangsarbeitslager, in dem vor allem italienische Militärinternierte gezwungen waren, zu leben. Bis zu 400 von ihrem mussten Holzbetten wohnen. Das Zwangsarbeitslager erstreckte sich vom Erdgeschoss bis ins zweite Stock. In dem Lager mussten aber auch Kriegsgefangene als den Niederlanden und Belgien leben.

Im Juni 1945 fuhren alle italienischen Militär über den Bahnhof Dammtor über das Lager Jungiuswiese, auf dem sich heute Planten & Bloomen befindet, nach Italien zurück. 277 kamen aus dem Lagerhaus F am Dessauer Ufer. 32 aus dem Lager in der Schützenpforte 11.

Das in der Schule ein Zwangsarbeitslager war, wurde durch die Schulleitungen bis in die 1960er Jahre immer wieder mit rassistischen Äußerungen Zusammenhang gestellt.

Die Geschichte des Zwangsarbeitslagers in der Schule Schanzenstraße 105 wie auch die Deportationen jüdischer Menschen sollten aus der Erinnerung gestrichen werden. Am 15. und 19. Juli 1943 Ort für die Deportation von über 1.700 jüdischen Menschen nach Theresienstadt. Auf dem Schulgelände erinnert eine Tafel sie. Vor der Schule gibt es am 15. Juli jeweils eine Kundgebung, um an die Opfer zu erinnern.

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