24.000 italienische Militärinternierte im Stammlager Schleswig

Im Stalag X A in Hesterberg/Schleswig waren bis zu 72.000 Kriegsgefangene eingesperrt. Davon waren ab Dezember 1943 21.485 italienische Militärinternierte. Ab September 1944 wurden sie massenhaft auf andere Lager verteilt. Am Januar 1945 waren noch 1.949 italienische Soldaten im Stalag X.

Im März 1940 beschlagnahmte die Militärverwaltung die Häuser F (Heim für 100 Kinder), G (Heim für 130 Kinder) , H (Krankenhaus für Kinder- und Jugendliche mit 65 Betten) , die Schule sowie das gesamte südliche Areal der Landesanstalt für Jugendliche auf dem Hesterberg bei Schleswig.  Das Gelände wurde eingezäunt und Wachtürme aufgestellt. Auf der freien Flächen zwischen den alten Bestandsgebäude erfolgte die Errichtung mehrerer Baracken für die Kriegsgefangenen und der Verwaltung.

DatumAnzahl
01.12.194321.485
01.01.194423.971
01.02.194423,916
01.04.194424.083
01.05.194424.353
01.06.194421.830
01.07.194421.678
01.08.194421.586
01.10.19442.531
01.11.19442.531
01.12.10442.009
01.01.19451.949

Das Stammlager bestand aus einer Anzahl unterschiedlich großer Lager und Kommandos, die in seinem Gebiet verstreut lagen.

Deutschland war militärisch in Wehrkreise unterteilt. Schleswig-Holstein gehörte mit der nördlichen Provinz Hannover, dem Land Hamburg und Bremen zum Wehrkreis X (Hamburg). In jedem Wehrkreis errichtete die Wehrmacht ein oder mehrere Kriegsgefangenen-Mannschaftstammlager (Stalag) für einfache Soldaten und Unteroffiziere.

Im Wehrkreis X wurden im Jahre 1940 und später mehrere Stammlager (Stalag) errichtet:

–         Schleswig: Stalag XA (anfangs XB)

–         Sandbostel: Stalag XB (anfangs XA)

–         Nienburg/Weser: Stalag XC

–         Wietzendorf X D (310)

Die Stalags waren für die Organisation und Verwaltung des Arbeitseinsatzes zuständig. Die Gefangenen wurden von hier aus auf Arbeitskommandos verteilt, die organisatorisch jeweils dem entsprechenden Stammlager zugeordnet waren. Die Vermittlung der Gefangenen an die Arbeitgeber erfolgte über die Arbeitsämter, die zu diesem Zweck Außenstellen in den Stalags einrichteten.

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