Stationen des Rundgangs durchs Karolinenviertel am 9. September 2021

Im Karolinenviertel waren Zwangsarbeitslager für die italienische Miltitärinternierten: In der ehemaligen Schule Laeiszstraße 18 war im Oktober 1943 Platz für 200 IMIs geschaffen worden. Ein weiteres Lager war in der Schule Kampstraße 60.

Das „Sozialwerk des Handwerks“ in der Kampstraße 55, heute Flora Neumann Straße 10, betrieb eine Großkantine und setzt dafür IMIs ein.

Im Fernheizwerk der HEW in der Karolinenstraße 39 wurden u.a. 17 italienische Zwangsarbeiter eingesetzt.

In der Glashüttenstraße 78/79 wird es um die sowjetischen Zwangsarbeiterinnen gehen, die hier nach der Arbeit leben mussten.

Gesprochen werden soll auch über die „Arisierung“ jüdischen Eigentums in der Glashüttenstraße 40. Das Unternehmen Adolf Hinrichsen & Co., eine Korsettfabrik, musste sie 1939 wie die gegenüberliegenden jüdische Hauseigentümer in der Glashüttenstraße 78/79, Steinburg & Co., an einen “Arier” verkaufen. Sie sehen heute noch das Firmenlogo des damaligen jüdischen Unternehmens am Gebäude. 

Vor der damaligen Schule Kampstraße 58, seit 1920 eine Schwerhörigen Schule war, wird es einige Informationen über Dorothea Elkan und Satown erfahren, die in der Schule für Schwerhörige unterrichten. Sie wurden aber 1933 von den Nazis aus dem Schuldienst vertrieben, weil sie Juden waren.

Der Besuch endet an dem Tag in der Gedenkstätte in der Israelitischen Töchterschule in der Karolinenstraße 35, in der auch Flora Neumann zur Schule ging, um über die jüdischen Opfer zu sprechen. 

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