Dessauer Ufer, Lagerhaus F

In der Hafencity, nahe dem S-Bahnhof Veddel, befinden sich die drei Lagerhäuser G, H und F am Dessauer Ufer. Erhalten von dem ab 1903 erbautes Speicherkomplex in seinen alten Zustand ist lediglich das Lagerhaus G. Die anderen beiden Lagerhäuser wurden neu gebaut.

Staatsarchiv Hamburg, 326-2 I_708

Das Lagerhaus F am Dessauer Ufer wurde 1944 für italienischen Militärinternierten verwendet. Sie kamen aus dem Kriegsgefangenen Stalag X B Sandbostel bei Bremervörde. Andere kamen über das Stalag A in Schleswig. Zwischen dem 2. und 23. Oktober 1944 wurden 1.870 italienische Soldaten hierher zur Zwangsarbeit verlegt. 650 von ihnen bleiben bis zur Befreiung am 3. Mai 1945 in dem Lagerhaus. Ihre genauen Arbeitsorte sind zurzeit nicht bekannt, aber sie dürften in den kriegswichtigen Unternehmen im Hamburger Hafen eingesetzt worden sein.

Staatsarchiv Hamburg, 326-2 I_708

Etwa 1.200 wurden zwischen dem 30. November 1944 und 17. Januar 1945 auf anderen Lage verteilt worden sein. Die meisten italienischen Militärinternierten kamen in die Schule Schanzenstraße 105 (277) und die Bramfelder Straße 153 (257) sowie in die Schützenpforte 11 (92). Weitere Orten waren das Lager in der Hovestraße 72 und im Alten Wandrahm 12/14 (Block W) und Moorweinstraße 36, aber auch die Parallelstraße, die Schule Erikastraße, das Überseeheim oder der Sprunggarten.

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