Neue Firmennamen mit IMIs aufgetaucht

Weitere Unterlagen über den Einsatz italienischer Militärinternierte in Hamburger Unternehmen sind aufgetaucht, die die bisherige Liste der über 476 Unternehmen ergänzen. Jetzt sind Schreiben von 35 weitere Unternehmen gefunden wurden . Dazu kommen noch weitere Namen vom IMIs aus bereits vorhandene Listen, die jetzt komplettiert werden konnten. Der bekannteste Name auf dieser neuen Liste ist…

Visita di ANEI ad Amburgo dal 6 al 10 settembre 202

L’Associazione Nazionale Internati Militari Italiani (ANEI) è in visita ad Amburgo dal 6 al 10 settembre 2021. Ci sono colloqui con la città ei politici. Ci sono visite a luoghi dove gli ex internati militari italiani (IMI) hanno dovuto vivere come lavori forzati (campi di lavoro forzato). Ad esempio lo „Sternwoll-Spinnerei“, il magazzino IMI nella…

Podcast zu den IMIs in Hamburg

Die erste Folge eines Podcast zu den italienischen Militärierten in Hamburg ist heute publiziert wurden. Er ist unter der Adresse: https://nein-gesagt-podcast.de/episoden/ zu findet. „Wir inzwischen über 90-Jährigen hoffen, dass die Nachgeborenen sich erinnern werden, nicht, weil wir gelitten haben, sondern weil wir Nein gesagt haben“ (Michele Montagano, *1921).

Lunedì 6 settembre 2021

In mattinata è prevista la visita al campo presso la „Sternwoll-Spinnerei“. Qui vivevano 400 lavoratori forzati sovietici e 30 internati militari italiani. Nel pomeriggio visita la struttura d’onore per le vittime italiane nel cimitero di Öjendorfer. Il Console Generale d’Italia, Dott. Taborri. Ci sono anche i primi colloqui ad Amburgo.

Das Massaker von Sant’Anna di Stazzema – Ein deutsches Kriegsverbrechen

Veranstaltung des AK-Distomo am 7. September 2021, 19:00 Uhr 560 Tote, Säuglinge, Kinder, Frauen und Alte. Die angebliche „Partisanenbekämpfungsaktion“ in den Morgen stunden des 12. August 1944 in dem toskanischen Dorf Sant’Anna di Stazzema war in Wirklichkeit ein mörderi scher Akt gegen unbeteiligte Zivilbevölkerung. Ahnungs- und wehrlos waren sie, als die Einheiten der 16. SS…

Martedì 7 settembre 2021

I colloqui proseguiranno in mattinata ad Amburgo. Nel pomeriggio visita al „Kontorhausviertel“ e allo „Speicherstadt“, dove gli internati militari italiani hanno dovuto vivere fino al 1945. In serata manifestazione sugli omicidi di massa a Sant’Anna di Stazzema.

Mercoledì 8 settembre 2021

In mattinata visita all’“Elbinsel Kaltehofe“, dove un memoriale ricorda anche gli internati militari italiani. Nel pomeriggio andiamo al “Lagerhaus F am Dessauer Ufer”, in cui dovevano vivere 1.800 militari italiani internati. I fiori sono posti sull’ostacolo per Marketa Muellerova, morta nel „Lagerhaus G am Dessauer Ufer“ nel luglio 1944. Alle 17.30 ci sarà un raduno…

Rede Silvia Pascale, ANEI, am 8. September 2021

Guten Tag zusammen. Es ist wichtig, an diesem Ort in Hamburg einen Moment der Besinnung und des Austausches einzulegen, um der Tausenden von italienischen Militärinternierten zu gedenken, die vom Herbst 1943 bis zum Ende des Krieges zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Das Thema Zwangs- und Sklavenarbeit im nationalsozialistischen Deutschland ist seit mehr als vierzig Jahren Gegenstand…

Rede Floris Hommes, Stiftung LAGERHAUS G am 8. September 2021

Willkommen an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen, vor allem begrüße ich die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Süderelbe und ihre Lehrerin und Lehrer. Wir sind heute hier, um bei dieser Kundgebung im Rahmen der ANEI-Besucherwoche, den Italienischen Militärinternierten zu gedenken. Als Vorstand der StiftungLAGERHAUS G Heritage FOUNDATION bin ich stolz und dankbar, dass Mario Mazzacani, seine…

Über unseren Redner Floris Hommes

Floris Hommes ist Vorsitzender der internationalen Stiftung LAGERHAUS G Heritage FOUNDATION. Zusammen mit Ivar Frischer, Karin Brygger und Floris Hommes bilden sie den Stiftungsvorstand. Das Ziel der Stiftung die Errichtung eines Denkmals im Lagerhaus G am Dessauer Ufer. Sie setzen sich dafür ein, dass über die Geschichte des Lagerhaus Öffentlichkeit hergestellt wird. Sie wollen sich…

Wie komme ich zur Kundgebung vor dem Lagerhaus F/G?

Die Kundgebung am 8. September 2021 um 17.30 Uhr findet vor den Lagerhäuser F/G am Dessauer Ufer, in der Dessauer Straße 5, statt. Am Besten erreicht man den Kundgebungsort über die S-Bahnstation „Veddel“. Über den Veddeler Damm und die Dessauer Straße ist man in fünf Minuten da.

Dessauer Ufer, Lagerhaus G

In der Hafencity, nahe dem S-Bahnhof Veddel, befinden sich die drei Lagerhäuser G, H und F am Dessauer Ufer. Erhalten von dem ab 1903 erbautes Speicherkomplex in seinen alten Zustand ist lediglich das Lagerhaus G. Die anderen beiden Lagerhäuser wurden neu gebaut. Von 1938 bis 1942 war in den drei Lagerhäuser das Tabaklager von Reemtsma….

Dessauer Ufer, Lagerhaus F

In der Hafencity, nahe dem S-Bahnhof Veddel, befinden sich die drei Lagerhäuser G, H und F am Dessauer Ufer. Erhalten von dem ab 1903 erbautes Speicherkomplex in seinen alten Zustand ist lediglich das Lagerhaus G. Die anderen beiden Lagerhäuser wurden neu gebaut. Das Lagerhaus F am Dessauer Ufer wurde 1944 für italienischen Militärinternierten verwendet. Sie…

Dessauer Ufer, Lagerhaus H

In der Hafencity, nahe dem S-Bahnhof Veddel, befinden sich die drei Lagerhäuser G, H und F am Dessauer Ufer. Erhalten von dem ab 1903 erbautes Speicherkomplex in seinen alten Zustand ist lediglich das Lagerhaus G. Die anderen beiden Lagerhäuser wurden neu gebaut. Im Lagerhaus waren vom 7. August 1944 insgesamt 753 sowjetische Kriegsgefangene, die im…

Opfer unter den italienischen Militärinternierten im Lagerhaus F und G am Dessauer Ufer

Von den über 15.000 italienischen Militärinternierten sind rund 1.400 in Hamburg verstorben, orientiert man sich an den italienischen Gräbern, die in der NS-Zeit seit 1943 auf verschiedenen Friedhöfen beerdigt wurden. Insgesamt sind es 1.700, aber 300 betreffen davon Oper aus dem Kriegsgefangenen Stammlager Sandbostel, die auf Hamburger Friedhöfen erfasst wurden. Die italienischen Militärinternierten wurden von…

Worum geht es bei der Entschädigung der italienischen Militärinternierten?

Im Zweiten Weltkrieg waren NS-Deutschland und das faschistische Italien zunächst Bündnispartner. Am 8. September 1943 trat Italien aus dem Bündnis aus. Die deutsche Wehrmacht nahm daraufhin die italienischen Soldaten und Offiziere gefangen. Etwa 650.000 Italiener wurden in das Deutsche Reich und in die besetzten Gebiete transportiert. Mit der Gründung der Repubblica Sociale Italiana (RSI) 1944…

Die Gründung des „Gesamthafenbetrieb“ 1935

Das Reichsarbeitsministerium hatte 1935 ein Verordnung über die Bildung von Gesamthafenbetrieben erlassen. Der Begriff „Gesamthafen(Betrieb)“ entsprach der Auffassung der Nazis von der Unterordnung der Arbeiterinteressen unter die der Eigentümer (hier Hafenunternehmen). Die Bildung des Begriffs des „Gesamthafenbetrieb“‘bzw. des Unternehmen in Hamburg, der Gesamthafenbetriebsgesellschaft (GHBG), war einer zentraler Punkt in der Gestaltung der Arbeitsbeziehungen durch die…

Giuseppe Accordini aus San Pietro, IMI beim GHB

In den verschiedenen italienischen Facebook-Gruppen von Angehörigen italienischer Militärinternierten werden immer wieder Informationen über Recherche-Möglichkeiten ausgetauscht. So wird z.B gefragt, ob jemand etwas über seinen Großvater, Großonkel gehört hätte  oder wüsste, wo man noch weiter recherchieren könnte. Meistens sind die üblichen Quellen wir Arolsen, das Bundesarchiv oder italienische Quellen abgefragt. Es werden Meinungen ausgetauscht zur…

Giovedì 9 settembre 2021

Visitano una scuola in cui hanno dovuto vivere 400 internati militari italiani, così come „Montblanc“ nello „Schanzenviertel“ di Amburgo. Un tour attraverso il „Karolinenviertel“ di Amburgo conduce attraverso vari campi e luoghi di lavoro degli internati militari italiani. Ci sono ulteriori discussioni.

Stationen des Rundgangs durchs Karolinenviertel am 9. September 2021

Im Karolinenviertel waren Zwangsarbeitslager für die italienische Miltitärinternierten: In der ehemaligen Schule Laeiszstraße 18 war im Oktober 1943 Platz für 200 IMIs geschaffen worden. Ein weiteres Lager war in der Schule Kampstraße 60. Das „Sozialwerk des Handwerks“ in der Kampstraße 55, heute Flora Neumann Straße 10, betrieb eine Großkantine und setzt dafür IMIs ein. Im…

Über Flora Neumann aus dem Karolinenviertel

Am 9. September 2021 gibt es einen kleinen Rundgang mit ANEI durchs Karolinenviertel. Einige Stationen werden auch in der Flora Neumann Straße sein. Wer war Flora Neumann? Flora Andrade war 1911 geboren und war mit Rudi Neumann seit 1931 verheiratet. Nach dem Besuch der Israelitischen Töchterschule in der Karolinenstraße 35 arbeitete sie später in der…

Über die sowjetischen Zwangsarbeiterinnen in der Glashüttenstraße 78/79

Am 9. September 2021 wird ANEI verschiedene Orte in Karolinenviertel besuchen, in denen italienische Militärinternierte leben oder arbeiten mussten. So die Schule Laeiszstraße 18, Kampstraße 60, Kampstraße 55 und die Karolinenstraße 29. Einige Zeit wird ANEI auf dem Hinterhof der damaligen Volksschule Kampstraße verweilen. Dabei wird es um die tragische Geschichte der Regenmäntelfabrik Harefa Atlantic…

Venerdì 10 settembre 2021

C’è un tour del sottocampo del campo di concentramento di Neuengamme ad Amburgo-Neugraben, su Falkenbergsweg. C’era anche un campo per 500 internati militari italiani.

Rede Orlando Materassi, Präsident ANEI, am 10. September 2021

Guten Tag an alle Vielen Dank für diese Einladung. Neben meiner Anwesenheit als Vertreter einer Vereinigung, die sich täglich für das Gedenken einsetzt, werde ich durch die historischen, wissenschaftlichen und pädagogischen Fähigkeiten von Silvia Pascale unterstützt. Mein aufrichtiger Dank gilt Ihnen und den Organisatoren der vielen Veranstaltungen dieser Woche und des heutigen Treffens. Es ist…

Falkenbergsweg, Außenlager des KZ Neuengamme in Neugraben

Wo einst das Außenlager des KZ-Neuengamme am Falkenbergsweg war, ist heute wieder die Fischbeker Heide. Ein Stein auf dem Gelände und eine Erinnerungstafel am Falkenbergsweg 71 verweisen auf das furchtbare an diesem Ort. Heute erinnert ein Gedenkstein und ein Gedenktafel an die Existenz des Lagers. Auf die die jüdischen Opfer aus dem Lager weisen acht…

Über das Außenlager des KZ Neuengamme in Tiefstack

Die Gedenktafel an das Frauenlager des KZ Außenlager Tiefstack an der Andreas-Meyer-Straße 11 liegt an einer vielbefahrenen Straße, mitten im Speditions- und Industriegebiet von Billbrook. Da die Andreas-Meyer-Straße zum Ring 2 gehört, ist sie auch noch ein Autobahnzubringer. LKW brettern in der Woche daran vorbei. Eine Bushaltestelle befindet sich in seiner unmittelbaren Lage. Die Gedenktafel…

Harburger Unternehmen, die italienische Militärinternierte einsetzen

Ab 1939 wurden in Hamburg Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen eingesetzt, vor allem aus den besetzten Gebieten. Hier gab es auch immer wieder Versuche, Menschen aus anderen Ländern nach Deutschland über „Anwerbe-Aktionen“ zu holen. Aber dieses System bildete eine Ausnahmen. Über 95 Prozent von ihnen wurden verschleppt, ob als Kriegsgefangenen oder als direkt festgenommene Menschen aus den…

67.000 italienische Militärinternierte im Stammlager Sandbostel

Nach der Kapitulation des einstigen Verbündeten Italien im September 1943 wurden über 600.000 italienische Soldaten von der Deutschen Wehrmacht in Gefangenschaft genommen. Zur Unterstützung Mussolinis, der noch über einen unter deutscher Kontrolle stehenden Marionettenstaat in Norditalien herrschte, ordnete Hitler an, die italienischen Kriegsgefangene als „Militärinternierte“ zu deklarieren, einen Status, den das Kriegsvölkerrecht gar nicht vorsieht….

24.000 italienische Militärinternierte im Stammlager Schleswig

Im Stalag X A in Hesterberg/Schleswig waren bis zu 72.000 Kriegsgefangene eingesperrt. Davon waren ab Dezember 1943 21.485 italienische Militärinternierte. Ab September 1944 wurden sie massenhaft auf andere Lager verteilt. Am Januar 1945 waren noch 1.949 italienische Soldaten im Stalag X. Im März 1940 beschlagnahmte die Militärverwaltung die Häuser F (Heim für 100 Kinder), G…

Über das Kriegsgefangenen Stammlager Wietzendorf

Nach ihrer Gefangennahme wurden die italienischen Soldaten von den Sammelstellen zunächst in Durchgangslager („Dulags“) hinter der Front überführt. Anschließend wurden sie getrennt nach Dienstrang in Offizierslagern („Oflags“) oder Mannschafts-Stammlagern für Mannschaftsdienstgrade und Unteroffiziere („Stalags“) in Deutschland untergebracht. Zuständige Einrichtung für die Versorgung der Kriegsgefangenen in deutschem Gewahrsam und die Organisation des Lagersystems war die Abteilung…

Fast 500 Hamburger Unternehmen beteiligten sich an der Ausbeutung von 13.000 italienischer Militärinternierter

Nach fast 80 Jahren brachten rund 700 Seiten zu Tage, dass in der NS-Zeit rund 500 Hamburger Unternehmen über 13.000 kriegsgefangene italienische Soldaten „dienstverpflichtet“ in ihren Unternehmen einsetzen konnten und sich daran bereicherten. Sie mussten nur ihren „Bedarf“ beim Arbeitsamt anmelden. Bisher hatte man für Hamburg 12.000 bis 12.500 iMIs vermutet. Belegt waren 9.500 an…

2.000 IMIs in Hamburger Kriegsgefangenen Bau- und Arbeitsbataillionen

Zu den in den Hamburger Unternehmen per 1. September 1944 eingesetzten italienischen Militärinternierten kamen noch rund 2.000 IMIs in den Kriegsgefangenen-Bau- und Arbeits-Bataillon hinzu, so dass man von 15.000 italienischen Militärinternierten ausgehen muss. In Hamburg waren zwei dieser Wehrmacht-Einrichtungen im Einsatz. Zum einen das 196 mit 941, zum anderen das 201 mit 979. Zum einen…

Über die Einteilung in Arbeitskommandos

Die Stammlager (Stalag) für die Kriegsgefangenen waren für die Organisation und Verwaltung des Arbeitseinsatzes zuständig. Die Gefangenen wurden von hier aus auf Arbeitskommandos verteilt, die organisatorisch jeweils dem entsprechenden Stammlager zugeordnet waren. Die Vermittlung der Gefangenen an die Arbeitgeber erfolgte über die Arbeitsämter, die zu diesem Zweck Außenstellen in den Stalags einrichteten. Die Stalags richteten…

Über die Ankunft der ersten italienischen Militärinternierten in Hamburg

Am 14. September 1943 fand beim Hamburger NSDAP-Gauleiter, Karl Kaufmann, am Vormittag eine Besprechung statt, in der es um den Arbeitskräfteeinsatz (Zwangsarbeiter) für die Bauwirtschaft ging. Die Stadt war in ihren Zentren zu großen Teilen von den Alliierten Luftangriffen zerstört worden. An der Besprechung nahm auch der Leiter des Amtes für kriegwichtigen Einsatz (AkE), Konstantin…

Der Einsatz der italienischen Militärinternierten in der Hamburger Rüstungswirtschaft

Nach der Ankunft der italienischen Militärinternierten ab September 1943 über das Kriegsgefangenen Stammlager Sandbostel in Hamburg wurden sie vor allem in der Bauwirtschaft eingesetzt. Das sollte sich nach jetzigen Unterlagen im wesentlichen nicht verändert haben. Aber der Verlauf des Krieges seit Ende 1942/1943 und die Angriffe der Alliieerten führte nicht nur zum Abzug der Arbeitskräfte…

Schützenpforte 11

Im Hamburger Kontorhausviertel wurden seit September 1943 mehrere große Zwangsarbeitslager eingerichtet. Eines war in der Schützenpforte 11, heute Burchardstraße 11. Weitere für italienische Militärinternierte waren in der Burchardstraße 1 und der Marschländer Straße 11. In dem Gebäude der heutigen Bauer Media Group waren Plätze für 250 italienische Soldaten geschaffen worden. Das Lager wurde im oberen…

Seehafenstraße 16

In der NS-Zeit setzte die Internationale Galalithgesellschaft in der Harburger Seehafenstraße 16 nach neuesten Unterlagen über 300 Zwangsarbeiter in ihrer Munitionsproduktion ein. Zum 1. April 1945 waren in dem Harburger Unternehmen insgesamt 615 Arbeiter beschäftigt, die Hälfte von ihnen waren Zwangsarbeiter. 179 kamen aus Frankreich, 74 aus Kroatien, Russen und Holländer sowie 26 italienische Militärinternierte….

Seehafenstraße 1-6

Die Harburger Oelwerke Brinkmann & Mergell setzen 1944 rund 430 Arbeiter an ihrem Produktionsstandort in der Seehafenstraße 1-6 ein. Davon waren nach den Übersichten der damaligen regionalen Wirtschaft 189 Ausländer. Bisher namentlich nachzuweisen sind 123 Personen aus diesem Lager. 59 von ihnen waren italienische Militärinternierte, 59 sowjetische Bürger und 6 Personen, deren staatliche Herkunft zurzeit…

Griegstraße 75, Sternwoll-Spinnerei

In der Sternwoll-Spinnerei in Hamburg Othmarschen wurde im Oktober 1942 ein bewachtes Zwangsarbeitslager für 50 Personen eingerichtet. Sie sollten u.a. Granaten produzieren. Dafür wurden sowjetische Menschen verschleppt und sowjetische Kriegsgefangene eingesetzt. Seit 1944 waren auch 29 italienischen Militärinternierte in dem Lager untergebracht, aber auch polnische Bürger. Insgesamt waren über 320 Menschen während der gesamten Zeit…

Schule Sorbenstraße 13

Nachweislich mussten seit Oktober 1944 insgesamt über 500 italienische Militärinternierte in der Schule Sorbenstraße 13 leben. In der Zeit bis zur Befreiung im Mai 1945 wurden 1/3 von ihnen in andere Zwangsarbeitslager verlegt, vor allem in die Süderstraße, aber auch andere Barackenlager. Eine größere Gruppe kam im Februar/März 1945 aus der Bahrenfelder Straße 153 in…

Schule Schanzenstraße 105

In der ehemaligen Volksschule in der Schanzenstraße 105 war von 1943 bis 1945 ein Zwangsarbeitslager, in dem vor allem italienische Militärinternierte gezwungen waren, zu leben. Bis zu 400 von ihrem mussten Holzbetten wohnen. Das Zwangsarbeitslager erstreckte sich vom Erdgeschoss bis ins zweite Stock. In dem Lager mussten aber auch Kriegsgefangene als den Niederlanden und Belgien…

Schule Böhmkenstraße 5-6

Die Nazi nutzen ab Oktober 1943 vor allem Schulen, da sie öffentliches Eigentum waren, um hier die ersten italienischen Militärinternierten unterzubringen. Später wurden viele Unterkünfte wieder für andere Zwecke genützt und die IMI auf andere Zwangsarbeitslager verteilt, die auch näher zu den vermeintlichen Arbeitsorten lagen. Vor allem aber war ein Großteil der Organisation des Zwangsarbeitereinsatzes…

Schule Kampstraße 60

Nach Angaben von Friederike Littmann hatte sie Unterlagen gefunden, die belegen, dass in der damaligen Schule Kampstraße 58 und 60, heute Flora Neumann-Straße 3, seit Herbst 1944 hier 300-400 italienische Militärinternierte untergebracht. Sie sollen hier für Aufräumungsarbeiten eingesetzt worden sein. Die Schule in der Kampstraße 58/60 war 1889/1891 erbaut und zuerst eine Volksschule für Mädchen…

Schule Lerchenfeld 10

Für die tausenden nach Hamburg verschleppten italienischen Militärinternierten (IMI) ab Oktober 1943 mussten durch das Amt für kriegswichtigen Einsatz auf die schnelle Unterkünfte geschaffen werden. Hamburgs NSDAP Gauleiter hatte den Unternehmen 25.000 IMis Anfang September 1943 versprochen. Das Programm zur Freimachung von Schulen wurde dazu genutzt, um seit Oktober 1943 in der Schule Lerchenfeld 500…

Schule Laeiszstraße 18

Ab September 1943 sollten zuerst 25.000 italienische Militärinternierte nach Hamburg verschleppt werden. Ab Oktober 1943 wurde über das Amt für kriegswichtigen Einsatz (AkE) in der Baubehörde damit beauftragt, die entsprechenden Lagerkapazitäten zu schaffen. Die Nazi nutzen ab Oktober 1943 vor allem Schulen, da sie öffentliches Eigentum waren, um sie hier die unterzubringen. Später wurden viele…

Elbinsel Kaltehof, Hamburger Wasserwerke

Seit 2016 erinnert ein Mahnmal auf dem Industriedenkmal auf der Elbinsel Kaltehof an die rund 500 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die in der NS-Zeit für die Hamburger Wasserwerke (HWW) arbeiten mussten. Bis zu 200 von ihnen waren KZ-Insassen aus dem Außenlager des KZ Neuengamme am Dessauer Ufer und dem KZ Fuhlsbüttel. „Der Einsatz dänischer, französischer, italienischer,…

Schanzenstraße 75/77, Montblanc

Der Markenartikler Montblanc hatte in der NS-Zeit an seinem Produktionsstandort im Hamburg-Schanzenviertel, in der Schanzenstraße 75-77, Zwangsarbeiter eingesetzt. Aus den vorhandenen Unterlagen geht hervor, dass Montblanc als metallverarbeitendes Unternehmen zum 1. April 1945 324 „Arier“ und 22 „Fremdarbeiter“ beschäftigte. Bereits zum September 1944 hatte das Unternehmen 15 italienische Militärinternierte gegenüber dem Arbeitsamt bestätigt. „Sämtliche Italiener…

IMIs bei Strom – und Hafenbau/heute HPA

Im Hamburger Hafen, in der Werftindustrie und der Seeschifffahrt wurden zehntausende Zwangsarbeiter in der NS-Zeit nach 1939 eingesetzt. Die Map von der Web-Seite http://www.zwangsarbeit-in-hamburg.de vermitttelt ein Bild, dass der Hafen ein regionales Zentrum für den Einsatz von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern war. Zwangsarbeiter bei Strom- und Hafenbau Auch Strom- und Hafenbau als damals staatliche Behörde setzte…

Über Umberto Massetti, IMI bei Strom- und Hafenbau

Riccardo Masetti schreibt über seinen Vater, Umberto Masetti, der als Zwangsarbeiter bei der Hamburger Strom- und Hafenbau am Zimmerplatz am Lübecker Hafen arbeiten musste. Umbert Masetti war geboren am 3. Mai 1920 in Verona geboren. Seine Nummer in Kriegsgefangenen Stammlager  XB Sandbostel  war  200355 (auch nach so vielen Jahren konnte er die Nummer auswendig auf…

IMIs im Arbeitserziehungslager Langer Morgen, Wilhelmsburg

Italienische Militärinternierte wurden auch in Arbeitserziehungslager verlegt. Das Arbeitserziehungslager (AEL) Langer Morgen in Hamburg-Wilhelmsburg diente der Disziplinierung und der öffentlichen Abschreckung. Der Arbeitseinsatz war das zentrale Element der Arbeitserziehungslager, bei dem Repression und Ausbeutung zusammenkamen. Vom AEL Langer Morgen gingen die Gefangenen zu den Unternehmen, vor allem im Hafen, in denen sie arbeiten mussten. Eines…

IMIs bei den Hamburger Elektrizitätswerke (HEW)

Die Hamburger Elektrizitätswerke (HEW) setzen in der NS-Zeit massenhafte Zwangsarbeiter ein. Zum 1. April 1945 waren 912 Zwangsarbeiter im Einsatz. Dazu gehörten ab September 1943 auch italienische Militärinternierten. Sie wurden vor allem in Alt-Garge, 60 km von Hamburg entfernt, eingesetzt. Weiter wurden sie auch in einem Fernheizwerk beschäftigt. Hierbei dürfte es sich vermutlich um das…

IMis im Hamburger Gesundswesen

In der Hamburger Gesundheitsverwaltung waren seit September 1944 auch italienische Militärinternierte eingesetzt worden. Es wurden sowohl Ärzte wie auch Krankenpfleger eingesetzt. Nach aktuellen Recherchen waren 18 italienische Ärzte in den Hamburger Krankenhäusern. Frederike Littmann beschreibt in Buch „Ausländische Zwangsarbeiter in der Hamburger Kriegswirtschaft“, dass im August 1944 das OKW angewiesen hatte, dass nicht in den…

IMIs bei August F.M. Bohnhoff, Weidenallee 10 bc

Im Gewerbehaus in der Weidenallee 10 bc waren zwei Unternehmen, die Zwangsarbeiter*innen für ihre Kriegsproduktion einsetzen. August F.M. Bohnhoff hatte das Gewerbehaus 1910 gebaut und lieferte bereits im 1. Weltkrieg Kantinen für die Kriegsmarine. Das Unternehmen setzte 18 italienische Militärinternierte als Zwangsarbeiter in der NS-Zeit ein. Nach Recherchen hat die Bohnhoff GmbH sich nicht am…

IMIs bei Wilhelms Schriever, Weidenallee 10 bc

Im Gewerbehaus in der Weidenallee 10 bc waren auch zwei Unternehmen, die Zwangsarbeiter*innen für ihre Kriegsproduktion einsetzen. Eines von ihnen war das Rüstungsunternehmen von Wilhelm Schriever. Einst nur mit kleiner Produktion im 2. Stock der Weidenallee 10 bc, musste 1940/1941 die jüdische Werkschule im 3. und 4. Stock 1940/1941 für die Fertigung von Munitionskisten Platz…

Kampstraße 55, Sozial-Gewerk des Handwerks

Das „Sozial-Gewerk des Handwerks“ war ein Zusammenschluss der Hamburger Handwerker, den die Nazis 1941 initiierten. Vordergründig wollte man damit „gutes“ tun, in dem man Kantinen u.a. mehr gemeinschaftlich anbot. „Sozialwerk“ war die Nazi-Ideologie, dass alle nur „Arier“ sind und die Beziehungen im Arbeitsalltag unter einer völkischen Ausrichtung einer neuer Gemeinschafts führe. Die Aufgabe des „Sozial-Gewerks“…

Andreas-Meyer-Straße 11, Diago-Werke

Heute erinnert vor der Andreas-Meyer-Straße 11 eine Tafel an das ehemalige Außenlager des KZ Neuengamme, in dem 500 jüdische Frauen seit dem 8. Februar 1945 festgehalten und zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden. Zu den Unternehmen, in denen sie eingesetzt wurden gehörten auch die Diago-Werke W. Möller, in der Andreas-Meyer-Straße 11. Die Frauen wurden in den Diago…

Kesslersweg, Haus Neuerburg, Reemtsma

Seit Januar 1940 waren im ehemaligen Sportheim auf dem Gelände von Reemtsma beim Haus Neuerburg in Hamburg-Wandsbek italienische Militärinternierte eingewiesen worden. Bisher sind 65 Namen bekannt. Aus einem Schreiben von Reemtsma an die Gemeindeverwaltung Hamburg geht hervor, dass sie für die Nutzung pro Kalenderjahr von 6.200 Reichsmark haben wollten. Das klingt für heutige Verhältnisse gering,…

Hohe Bleichen 28, Oelwerke Julius Schindler

Die Oelwerke Julius Schindler setzen in ihrer Produktion in Wilhelmsburg ab 1943 auch italienische Militärinternierte bis 1945 ein. Aus einem Schreiben aus den 1940er Jahren geht hervor, dass es insgesamt 43 IMIs gewesen sein sollten. Das Unternehmen aus der Mineralölwirtschaft setzte seit dem Beginn des 2. Weltkriegs Zwangsarbeiter/innen aus verschiedenen Ländern ein. Dazu gehörten auch…

Trabrennbahn Farmsen

An das Zwangsarbeitslager für italienische Militärinternierte auf der Trabrennbahn Farmsen erinnert nichts mehr. Das Gelände am heutigen Friedrich-Ebert-Damm heißt jetzt „Der Wohnpark im Grünen“. Auf Wikipedia kann man lesen, das die die Rennbahn „als Sammelstelle für diejenigen Teile der Hamburger Bevölkerung, die bei den schweren Luftangriffen auf Hamburg obdachlos wurden.“ Am 6. August 1911 wurde…

Mathildenstraße 14, Beiersdorf

Im Hamburg Eimsbüttel befindet sich immer noch der Unternehmenssitz des heutigen Markenunternehmens Beierdorf. In der NS-Zeit war es auch vom Antisemitismus des Regimes betroffen. Jüdische Vorstände verließen das Unternehmen oder flüchten in andere Länder, um dortige Niederlassungen zeitweilig zu leiten. Der spätere Vorstandsvorsitzende (1957 bis 1979) und später Aufsichtsratsvorsitzende (1979 bis 1987), Georg W. Claussen,…

Schilleroper in der Amselstraße

Im Zweiten Weltkrieg zerstört eine Brandbombe das Bühnenhaus und einen Teil des Dachs der Schilleroper. Die deutsche Wehrmacht nutzte sie, um vor dem Aufbruch zur Front ihre Fahrzeuge in Schuss zu bringen. 1944 wird aus der ehemaligen Aufführungshalle ein Kriegsgefangenenlager. 645 italienische Militärinternierte und 45 sowjetische Bürger waren im Lager einkaserniert. Fast 500 kamen zwischen…

Sprunggarten/Stadtpark

Im Oktober 1944 wurde in der Reitsportanlage „Sprunggarten“ des Stadtparks ein Lager für Zwangsarbeiter aus Italien, der Sowjetunion, und Frankreich errichtet, die in der Kriegswirtschaft arbeiten mussten. Es war nordöstlich vom Planschbecken. Es war ein DAF-Lager für Zwangsarbeiter mit vier Baracken im nördlichen Teil des Stadtparks. Belegt war es mit 220 Zwangsarbeiter, davon 191 italienische…

Moorweidenstraße 36

Die Moorweidenstraße 36 war ab September 1942 ein Zwangsarbeitslager. Hier waren auch dienstverpflichtete französische Zivilarbeiter einquartiert. Ab 1944 war hier italienische Militärinternierte, u.a. aus den verschiedenen Lager wie dem der Schützenpforte 11, dem Dessauer Ufer, Lagerhaus F oder der Schilleroper. Aus der Schützenpforte kamen 33 italienische Soldaten, aus dem Lagerhaus F am Dessauer Ufer waren…

Kieler Straße 34/36

Hier war ein Baracken-Lager für rund 400 Personen, dass umzäunt war. Aus Unterlagen ergibt sich, das es sich um ein so genanntes „DAF-Lager“ handelt. Aus den Hausmeldekarteien der Schützenpforte 11 sind 34 und aus der Schilleroper sind bisher 121 Namen italienischer Militärinternierter bekannt. Die Zwangsarbeiter wurden u.a. für folgende Unternehmen gezwungen, zu arbeiten. Lerscheidt &…

Alter Wandrahm, Block S und Block W in der Speicherstadt

Der Wandrahm ist eine Insel im Hamburger Stadtgebiet und gehört heute zum Stadtteil HafenCity. Auf dieser Insel befindet sich die zwischen 1890 und 1927 erbaute sich Hamburger Speicherstadt. In der NS-Zeit wurden hier jüdische Unternehmen gezwungen, ihre Eigentum zu verkaufen. An den Raubkäufen waren Hamburger Unternehmen und staatlichen Einrichtungen beteiligt.  An vielen Orten in der…

Bramfelder Straße 153

Hierbei handelt es sich um ein Barackenlager für 400 Personen. Aus den Zwangsarbeitslager im Heinrich-Bauer-Haus wurden insgesamt 24 italienische Militärinternierte verlagert. Aus dem Lagerhaus F am Dessauer Ufer kamen 257 italienische Soldaten. Auch auf diesen Karteien steht „Bahrenfelder Straße 153.“ Mehr Hintergründe gibt es im Moment nicht.

Schule Erikastraße, Schule Angerstraße, Schule Forsmannstraße, Schule Binderstraße …

Die italienischen Militärinternierten sollen in über 200 Zwangsarbeitslager untergebracht wesen sein bzw. auf sie verteilt worden sein. Dazu kamen noch italienische Zivilarabeiter, die seit 1939 frewillig zur Arbeit nach Deutschland gekommen sind. Sie lebten in unbewachten Lagern und waren nicht, wie die italienischen Soldaten, von der deutschen Wehrmacht 1939 festgenommen, da sie sich weigerten, an…

Cosimo Giunta aus dem Zwangsarbeitslager am Falkenbergsweg

Von den über 15.000 italienischen Militärinternierten sind rund 1.400 in Hamburg verstorben, orientiert man sich an den italienischen Gräbern, die in der NS-Zeit seit 1943 auf verschiedenen Friedhöfen beerdigt wurden. Insgesamt sind es 1.700, aber 300 betreffen davon Oper aus dem Kriegsgefangenen Stammlager Sandbostel, die auf Hamburger Friedhöfen erfasst wurden. Die italienischen Militärinternierten wurden von…

Die Rückkehr nach Italien im Juni 1945

„Der Rathausmarkt, bis vor drei Tagen Adolf-Hitler-Platz genannt, war voller befreiter Zwangsarbeiter mit ihren Nationalfahnen. Da standen große Gruppen von Hölländern, Jugoslawen, Franzosen, Polen, Norwegern und die anderen, die alle sofort nach Hause wollten,“ schrieb Hellmut Kalbitzer über diesen Tag auf dem Hamburger Rathausmarkt. Die Hamburger Behörden hatten am 4. Mai 1934  gegenüber Vertretern der…

Mahnmal auf dem Öjendorfer Friedhof

An die Opfer der italienischen Militärinternierter erinnert heute in Hamburg ein Mahnmal. Die Italienische Kriegsgräberstätte Hamburg-Öjendorf (italienisch Amburgo (Öjendorf) – Cimitero militare italiano d’onore) befindet sich auf dem Friedhof Öjendorf. Hier ruhen die sterblichen Überreste von 5.839 italienischen Staatsangehörigen. Sie starben im Zeitraum ab Beginn des ZweitenWeltkriegs bis zum 15. April 1946. Hier ruhen Zwangsarbeiter…